22 Mai, 2018
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Kommunizieren ist mehr als Sprechen Konzept ‚British Village’ der Schule Bispingen fördert Englisch im Alltag

Man beherrscht selten das, was man nicht übt. Dies gilt auch für den aktiven Wortschatz in einer Fremdsprache. Um dem Schulfach Englisch über den Unterricht hinaus Alltagstauglichkeit zu verleihen, veranstaltet die Schule Bispingen jährlich das British Village. Das Lern- und Übekonzept testet und fördert die Sprachbeherrschung und das Kommunikationsvermögen in unterschiedlichen themengebundenen Situationen. Am 27.4.2018 fand die Veranstaltung zum siebten Mal statt.

„Praxisnähe beim Erlernen und Erhalten einer Fremdsprache bekommt man nur durch das Integrieren von Alltagsbezogenheit. Die Idee des British Village beruht im Kern auf einer ausführlich gestalteten Lernumgebung“ sagte Christine Schulz, Fachkonferenzleiterin, über das von ihr und der Fachschaft Englisch eigens auf die Schule zugeschnittene Konzept auf Anfrage. In der Tat zog sich das Thema ‚British’ durch die gesamte Halle des Küsterhauses. Eine Vielzahl verschiedener Objekte - von der berühmten roten Telefonzelle über Plakate, Kartenmaterial und verschiedene Symbole, ebenso Flaggen und Fahnen - spannte den übergeordneten Leitfaden optisch, während die einzelnen Stationen, an denen diverse Alltagssituationen durchgespielt wurden, sprachinhaltlich themengebunden waren.
Doch auch an diesen Stationen, die von einer aufgebauten Polizeistation über die vorgenannte Telefonzelle bis hin zum Reisebüro (Foto) reichten, war das räumliche und objekthafte Ausgestalten der Lernumgebung ein Anlass zur Kommunikation insgesamt. „Kommunizieren ist ja immer mehr als Sprechen“ ergänzte Christine Schulz und verwies auf die Kulisse einer Arztpraxis. Dort waren Mimik und Gestik wichtige Begleiter sprachlicher Inhalte, um größtmögliches Wohlbefinden im Umgang mit Nähe und Distanz gegenüber der (gespielten) Ärztin zu ermöglichen.
Über die breitgefächerten Alltagsthemen der einzelnen Lernstationen hinaus ermöglichte die Besetzung durch Muttersprachler höchste Authentizität. Gleichzeitig zeigte sich durch die zumeist schon mehrjährig mitwirkenden Native Speakers, viele wohnhaft im näheren Umfeld, ein Bezug des British Village zur Region. Die Fachschaft Englisch bedankt sich für die gesamte Schule Bispingen bei Kersti Baron (Reisebüro), Alana Gevers (Restaurant), Julie Schlebusch (Optiker), Klaus Schlebusch und Richard Tatnell (Polizisten), Elke Flick (Trödelmarkt), Frances Jakubowski (Ärztin), Claudia Jennings (anrufende Gesprächspartnerin für Schüler in der Telefonzelle), Angela Lewandowski (Boutique) sowie bei Jeremiah Ashiraf Ndawila und Jacqueline Henry Chipa (Bäckerei). Schulsozialarbeiterin Astrid Reibold unterstützte das leibliche Wohl der Beteiligten.

von Thorsten Zimmer